An der Uferstraße bringt eine Spezialfirma beginnend im Bereich des Losbergbades zurzeit Prüfbohrungen zur punktuellen Kampfmittelsondierung ein. Es gibt zwar keinen konkreten Kampfmittelverdacht, aber bevor Pfahlgründungen gebohrt und Spundwände tief ins Erdreich gerammt werden, muss dieser Abschnitt, der in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 bombardiert worden ist, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen untersucht werden. Mit der Sondierung dieses Abschnitts beginnt der größte Auftrag zu Kampfmittelüberprüfungen in Stadtlohn mit einem Umfang von circa 1 Mio. Euro. Die Bohrungen werden in Abschnitten entsprechend dem Baufortschritt in den kommenden zwei Jahren entlang der Berkel durchgeführt.

Die beschriebene Vorgehensweise ist in der „Technischen Verwaltungsvorschrift für Kampfmittelbeseitigung im Land Nordrhein-Westfalen“ geregelt.

Vorgehensweise:
Ein 7 m langes Kunststoffrohr wird hierbei jeweils in das Erdreich eingebohrt. In dieses Kunststoffrohr, das einen Innendurchmesser von ca. 8 cm hat, wird dann eine Sonde eingelassen, die metallische Gegenstände aufspürt. Die damit erzeugten Messergebnisse werden der zuständigen Stelle, dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe, zur Auswertung übergeben. Je nach Messergebnis kann dann mit den Fundamentierungsarbeiten begonnen werden, oder es müssen weitere/ergänzende Aufschlussbohrungen eingebracht werden.